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Bei einem Besuch der Paintballer in Emmershausen (Hochtaunuskreis) informierte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Rheingau-Taunus/Limburg, Klaus-Peter Willsch, über die vor allem bei jungen Leuten beliebte Freizeitaktivität. Die Paintballer haben dort den nicht mehr genutzten Fußballplatz freigeschnitten und für ihr Training und ihre Spiele hergerichtet. Den Besuch auf der gepflegten Anlage nutzte Willsch zugleich zu Gesprächen mit den gerade erfolgreich von den World Games in Taiwan zurückgekehrten Paintballern, die aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet für ihren Sport in den Weilroder Ortsteil kommen. Paintball ist eine Trendsportart aus den USA, bei der zwei Teams, bestehend aus fünf oder sieben Personen, auf einem Platz von etwa einem Viertel der Größe eines Fußballfeldes, der mit aufblasbaren Hindernissen versehen ist, versuchen zum jeweils gegenüberliegenden Startpunkt zu gelangen, um die dortige Flagge zum eigenen Startpunkt zurück zu bringen. Hierbei ist jeder Spieler mit einem Markierer ausgerüstet, der es ihm möglich macht, Farbkugeln zu verschießen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen oder gegnerische Spieler aufzuhalten. Platzt eine Farbkugel auf einem Spieler oder seiner Ausrüstung auf, scheidet dieser aus dem laufenden Spiel aus. Diskussionen über ein Verbot von Paintball, die nach dem Amoklauf von Winnenden heftig geführt worden waren, stand Willsch immer ablehnend gegenüber und sah sich nach seinem Besuch in seiner Meinung bestätigt. „Von einer Hysterie getragene Debatten helfen nicht weiter.“, erklärte der CDU-Politiker. Einer sachlichen Beschäftigung mit dem Thema würden die Verbotsforderungen nicht standhalten. „Die Überprüfungen hinsichtlich eines Verbots von Paintball können endgültig abgeschlossen werden! Wir können nicht jedes individuelle Fehlverhalten mit willkürlichen Verboten und Eingriffen des Staates in die individuelle Freiheit der Menschen beantworten“, so Willsch. Er nannte die Einschätzung, dass Paintball-Spieler eine größere Gewaltaffinität aufweisen könnten, unsinnig. „Das ist im Prinzip nichts Anderes als ‚Cowboy und Indianer’ oder das gute alte Völkerball zu spielen. Es mag ein ungewöhnliches Hobby sein, aber es beeinträchtigt keinen Dritten“, befand der Abgeordnete.  Lars Herzig, ein Unternehmer aus Waldems, der mit seiner Firma PAINT XTREME GmbH in Steinfischbach und in Offenbach Gerät und Ausstattung für Paintballer vertreibt und inzwischen 9 Mitarbeiter beschäftigt, zeigte sich erfreut über den Besuch: „Nach all den abenteuerlichen Diskussionen nach dem schrecklichen Verbrechen von Winnenden war es wohltuend, einem Politiker zu begegnen, der sich vor Ort ein Bild von unserem Sport machte und völlig vorbehaltlos auf uns zukam.“
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